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Die Behaarung von Vogelspinnen hat verschiedene Aufgaben. Die wichtigsten Haare der Vogelspinne sind die Geruchshaare, da diese sie alles riechen lässt was in ihrer Umgebung ist. Dies geschieht indem sie die Informationen über den jeweiligen Geruch mit den chemotaktilen Rezeptoren in den Geruchshaaren, die an den Kiefertastern und dem ersten Beinpaar vorhanden sind, aufnehmen und diese Information sofort an das Gehirn weiterleiten. Diese besonderen Haare lassen sie sogar erkennen von welcher Qualität z.B. ihr Futter ist. Eine weitere wichtige Art von Haaren bei Vogelspinnen sind die Tasthaare. Diese strecken sich über den gesamten Körper der Spinne aus, wobei die stärkste Ansammlung dieser Haare an den Exremitäten vorzufinden ist. Um sich in ihrer Umgebung genaustens zurechtzufinden sind diese Haare von Nöten. Vorallem aber um in dunklen Höhlen die Umgebung zu erkennen, da viele Vogelspinnen in Höhlen leben. Um sich an Oberflächen nach oben bewegen zu können sind an den unteren Teilen der Beine und Kiefertastern, genauer gesagt an den Tarsen und Metatarsen, die Hafthaare vorhanden. Da an fast jeder Oberfläche immer feinste Wasserschichten vorhanden sind, kann die Vogelspinne mit ihrer starken Haftbehaarung eine Kapillarwirkung zwischen ihrer Scopula (die starke Behaarung mit Hafthaaren an den Tarsen und Metatarsen) und der Oberfläche erzeugen. Dies wird Adhäsion genannt und dadurch werden die Vogelspinnen stark an die Oberfläche sozusagen geklebt. Um sich selbst von der Oberfläche zu lösen haben die Vogelspinne Dornen in den Tarsen, die sie ausfahren um sich damit abzulösen. Die Hörhaare sind noch eine Art von Haaren, die auf einer Membran vorhanden sind und sich dort bewegen können. Mit diesen nehmen sie Schwingungen in der Luft auf, könne so umherfliegende Tiere wahrnehmen und die weibliche Vogelspinne kann auch Teile des männlichen Paarungsritual wahrnehmen. Viele der in Amerika vorkommenden Vogelspinnen haben eine weitere Art von Haaren, die Brennhaare genannt werden. Diese werden zur Verteidigung genutzt. Indem die Vogelspinne ihre Hinterbeine aneinander reibt werden diese Brennhaare, die auf dem Abdomen sitzen, in die Luft geschleudert. Das kann dann zu Rötungen der Haut führen und zu Juckreiz. Einatmen sollte man sie auch nicht, da diese einen Hustenreiz auslösen können. Man sollte sich die Hände waschen nach dem man mit diesen Tieren zu tun hatte, um so zu verhindern diese Brennhaare irgendwo hinzubekommen. Zum Schutz vor Fremden und Eindringlingen verteilen diese Spinnen ihre Brennhaare auch auf ihren Eier, der Höhle usw.