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Extremitäten einer Vogelspinne

Das erste Extremitätenpaar einer Vogelspinne ragt vorne unter dem Kopfbrustschild hervor. Dieses sind die Chelizeren die in zwei Teile geteilt sind. Die Chelizerenklauen sind vorne parallel zum Körper der Vogelspinne angebracht. Sie werden von unten nach oben geöffnet. Wenn die Vogelspinne nun im Ruhezustand ist, sind diese Chelizerenklauen in die Chelizeren eingeklappt. Die Giftdrüsen der Vogelspinne befinden sich ebenfalls in den Chelizeren, in dessen sogenannten Chelizerengrundglied, und enden fast am ende der Chelizerenklauen.
Das zweite Paar der Extremitäten sind die Kiefertaster (Pedipalpen), welche direkt an den Chelizern anliegen. Sie sind das Tastorgan der Vogelspinne, sind aber beim fangen von Beute den vorderen Beinen eine große Hilfe. Die Kiefertaster sind in mehrere Abschnitte eingeteilt. Angefangen an deren Spitze zum Körper hin heißen diese Tarsus, Tibia, Patella, Femur, Trochanter und Coxa. Mit der Reifehäutung der Männchen ändern sich die Pedipalpen. Eine verkürzung des Tarsus ist nun erfolgt und am Ende ist ein tropfenähnlicher Behälter, mit der Spitze (Embolus) zu den Beinen, der das Sperma enthält. Desweiteren sind zwei Krallen in die Spitze der Tarsen eingebettet.
Die anderen vier Extremitätenpaare der Vogelspinne sind die Beine, welche wie die Kiefertaster in Abschnitte eingeteilt sind die von der Spitze zum Körper hin wie folgt benannt sind: Tarsus, Metatarsus, Tibia, Patella, Femur, Trochanter und Coxa. Wie man merkt ist die Bezeichnung genau wie bei den Kiefertastern, bis auf den Unterschied das nach dem Tarsus noch ein Metatarsus vorhanden ist und das beim Coxa der Kiefertaster noch eine Pedipalpenlade angebracht ist.