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Da der Chitinpanzer der Vogelspinne nicht mitwächst, genau wie bei allen Gliederfüßern (Arthropoden), muss diese sich von ihrer alten Haut von Zeit zu Zeit trennen. Die Jungtiere Häuten sich alle drei bis vier Wochen da diese einen schnelleren Stoffwechsel haben. Sobald sie etwas älter sind Häuten sie sich nur noch alle drei Monate mal. Erwachsene Tiere häuten sich kaum noch. Das Männchen in der Regel gar nicht mehr und das Weibchen vieleicht einmal im Jahr. Bevor die Häutung beginnt wird die Spinne einige Tage lang nicht essen und sich nebenbei auch noch ziemlich ruhig benehmen. Außerdem kann man kurz vor der Häutung bei manchen Arten eine verdunklung des Abdomen und der Gelenkstellen der Beine feststellen, weil bereits jetzt sich unter der alten Haut eine Neue bildet. Viele Voglespinnen bevorzugen es sich während der Häutung in ihre Höhlen zurückzuziehen und ihren Eingang zu zuspinnen.
Dann suchen sie sich einen Platz der sowohl eben als auch trocken ist und bauen dort den sogenannten Häutungsteppich. Kurz vor der Häutung werden Teile der alten Haut verflüssigt (Exuvialflüssigkeit) um nachher besser aus der Hülle schlüpfen zu können. Wenn nun die Häutung beginnt leben sich die Vogelspinnen in Rückenlage auf ihren Häutungsteppich und sie liegen erstmal, meist über Stunden, so da. Nun laufen einige innere Prozesse ab. Flüssigkeit wird aus dem Abdomen in den Vorderkörper geleitet und durch den steigenden Druck im Vorderkörper und das bewegen der Chelizeren wird das Kopfbruststück abgesprengt. Durch das bewegen der Beine werden diese aus der alten Haut befreit und schließlich wird das Abdomen rausgelöst und die nach oben beförderte Haut fällt zur Seite. Nach der Häutung bleibt die Spinne so lange liegen bis die neue Haut so hart geworden ist, das die Spinne wieder laufen kann. Zum fangen neuer Beute ist sie allerdings erst wieder fähig, wenn die Haut vollkommen verhärtet ist. Dieses sollte allerdings nach spätesten einer Woche geschehen sein.